Standortbestimmung
Eine Standortbestimmung ist ein Innehalten, ein Moment des Zurücktretens, der Selbstreflexion: Was will ich – eigentlich? Was ist mir wichtig und was macht mich aus? Diese Fragen begleiten uns ein Leben lang, immer wieder.
Das war wahrscheinlich immer so, aber verstärkt in den letzten 50 Jahren, wie mir die Historikerin Brigitta Bernet in einem Interview für SRF erklärte, in dem es um Scanner Persönlichkeiten ging, also um Menschen, die mit mehreren Talenten gesegnet oder geschlagen sind und sich nicht für eines entscheiden können oder wollen und die damit dem tradierten Bild einer einzigen Vollzeitanstellung zuwiderlaufen.
Dieses «alte Bild» entwickelte sich seit den 1970er-Jahren mit der Flexibilisierung der Arbeit in Richtung Teilzeit weiter, sagte Bernet damals im Interview.
Seit den 1990er-Jahren sei «der Kreativimperativ hinzugekommen und extrem stark geworden: Selbstverwirklichung in der Arbeit».
Heute stehen wir woanders und nicht nur die oft gescholtene jüngere Generation. Die Frage «Was willst du mal werden?» wurde in Boomer-Jahren vielleicht noch mit einer Berufswahl beantwortet, heute ist als Antwort denkbar: «Glücklich. Oder wenigstens zufrieden.» Arbeit ist nicht (mehr) für alle alles.
In meinen 20 Jahren beraterischer Praxis beobachte ich diese Entwicklung seit langem. Ich habe mit Menschen zu tun, die nicht nur ihre berufliche Laufbahn, ihre Karriereplanung gestalten wollen. Ihr Anspruch ist viel umfassender. Es geht nicht um Life oder Work, sondern um die Frage: «Wie will ich eigentlich leben?» Das hat auch und zunehmend mit Werten zu tun, die lebbar sein sollen.
In meinem beraterischen Alltag hat sich gezeigt, dass viele Instrumente zur Standortbestimmung, die auf die Laufbahnplanung, auf Ausbildung, Ressourcen etc. fokussieren, zu kurz greifen.
Ich verwende stattdessen ein vor langer Zeit selbstentwickeltes Instrument: Das «Rollen MRI».
Wie ein neurologisches MRI gibt es ein in der Breite so umfassendes wie punktuell vertieftes Bild einer Lebenssituation. Es befragt die Rollen, die man in seinem gesamten Leben handelt, egal ob privat oder beruflich. Es befragt Werte, Talente, die Beziehungen zu den Menschen, denen man in den unterschiedlichen Rollen begegnet. Es befragt Konfliktfelder, manchmal wiederkehrende. Und Erwartungen, die man an bestimmte Kontext hat.
Ein Rollen MRI dauert 3 bis 4 Stunden, dann ist klar, wo man im Moment steht, in welche Richtung es weitergehen kann und in welche Richtung sicher nicht.
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Informationen über mein Portfolio sowie Testimonials sind auf der Seite www.franzkasperski.ch zu finden.
Das Rollen MRI als analytisches Instrument versetzt Klienten in die Lage, ohne mich weiterzuarbeiten. Manche kommen zu Coachings wieder. Andere machen das Rollen MRI von Zeit zu Zeit wieder und kommen zu einem «Sparring», wenn sie ein Gegenüber brauchen, das gemeinsam mit ihnen Veränderungen befragt.
Eine solche Standortbestimmung bietet sich immer wieder an, etwa beim Abschluss einer Ausbildung, beim Eintritt ins Berufsleben, bei Stellensuche, Neu- oder Umorientierungen, bei Beförderungen, Orts- oder Berufswechseln, Jobangeboten, bei Umstrukturierungen, nach Projektabschlüssen. Spätestens wenn sich der «Ruhestand» nähert, kann eine Standortbestimmung Perspektiven eröffnen.