«Erzähl’ doch mal»
Utas Erzählcafé
Erzählcafés sollen Menschen aus dem Quartier, der Stadt, der Region ansprechen. Ältere und Junge kommen zusammen, um sich auszutauschen und gegenseitiges Verständnis füreinander zu entwickeln. Kurz gesagt: eine Begegnung der Generationen.
Im Erzählcafé geht es um Gemeinschaft, Verbundenheit und Teilhabe. Und um die Geschichten, die wir alle in uns tragen.
Niemand muss hier «performen». Alle Geschichten bleiben in der geschützten Runde.
Das «Erzählcafé» findet nach einer speziellen Methodik in zwei Teilen statt.
-
Teil 1:
Junge und alte Menschen sind eingeladen, sich an einem atmosphärischen Ort zu begegnen und zu einem, vorgegebenen Thema Anekdoten und Geschichten aus ihrem Leben zu erzählen. Dabei bekommen die Teilnehmer:innen Raum für ihre Geschichten. Das Erzählen ist freiwillig. Zuhören ist Pflicht.
Die Erzählungen werden nicht unterbrochen oder bewertet. So bekommt jeder Wertschätzung. Nachgefragt, ermuntert und moderiert wird im ersten Teil nur von der Moderatorin.
-
Teil 2:
Nach ca. einer Stunde gibt es eine kurze Pause. Snacks und Getränke werden angeboten, der informelle Teil beginnt. Nun dürfen die Teilnehmer:innen nachfragen, ins Gespräch kommen mit den Anderen. Es geht um Teilhabe am Leben, darum neue Allianzen oder Freundschaften zu schmieden, sich verbunden zu fühlen mit den anderen.
Die Termine der einzelnen Cafés und deren Themen sind:
-
Donnerstag 9. April 2026 von 18.30 bis 20.00 Uhr:
«Wenn’s mir schlecht geht, fahre ich zu meiner Schwester.»
Familie als Rückzugs- und Kraftort. -
Donnerstag 7. Mai 2026 von 18.30 bis 20.00 Uhr:
«So richtig zuhause fühle ich mich nur mit meinen Freunden.»
Da fühle ich mich zuhause und das bedeutet Zuhause, Familie für mich. Wahlfamilien. -
Donnerstag 18. Juni 2026 von 18.30 bis 20.00 Uhr:
««Meine Oma ist ‘ne coole Socke, meine Mutter nervt.»
Warum die Nerven in Familien manchmal so schnell blank liegen. -
Donnerstag 7. Juli 2026 von 18.30 bis 20.00 Uhr:
««Mein Bruder ist krank und es dreht sich alles nur um ihn»
Wie Krankheit Familien verändern kann. -
Dienstag 1. September 2026 von 18.30 bis 20.00 Uhr:
«Familienferien juhu!»
Viel Zeit füreinander -
Donnerstag 1. Oktober 2026 von 18.30 bis 20.00 Uhr:
«Darüber wird bei uns nicht gesprochen.»
Über Tabus in der Familie.
Reservation per Mail erforderlich (Die Teilnehmerzahl ist beschränkt):
Kosten pro Person und pro Café: 50 CHF / ermässigt 45 CHF für AHV / IV / Kulturlegi etc. / Pausengetränk und Snacks sind inkludiert, Barzahlung vor Ort oder twint.
Die Kursleiterin des Erzählcafés Uta Kenter
Uta Kenter wurde 1960 in Deutschland geboren. Studierte dort Werbekommunikation, arbeitete lange als Texterin/Konzeptionerin, zog 1991 in die Schweiz, wo sie noch im selben Jahr Schweizer Staatsbürgerin wurde. Von 1994 bis 1996 lebte sie wieder in Deutschland, wo sie beim WDR (Westdeutscher Rundfunk) erste Erfahrungen als TV-Journalistin sammelte.
Die letzten 23 Jahre arbeitete sie als Kulturjournalistin beim Schweizer Fernsehen SRF, realisierte dort DOK-Filme, Beiträge und zahlreiche Kulturplatz-Sendungen rund ums Thema Kultur und Gesellschaft. Im Rahmen ihrer Arbeit als Kulturjournalistin stiess sie 2011 zum ersten Mal auf das Format Erzählcafé und war von Anfang an davon fasziniert. 2021 absolvierte sie eine Ausbildung als Erzählcafé-Moderatorin bei Professor Johanna Kohn an der Fachhochschule Nordwest FHNW.
Veranstaltungen
Wir bieten Vertiefungskurse für Autorinnen und Autoren: zu literarischem Handwerkszeug, zu bestimmten Fragestellungen wie etwa «Wie geht Komik?» oder «Wie geht Spannung?» oder «Wie ist die Dramaturgie einer Kurzgeschichte?» oder «Wie müssen Charaktere gezeichnet sein, damit sie die Leserin interessieren und über 3 oder 300 Seiten faszinieren?» Oder «Wie kann man Texte analysieren, dass sie als Anregung für das eigene Schreiben als Inspiration dienen können?» Das Gleiche gilt für die Frage nach dem Stil. «Wie ist der Stil einer Autorin, eines Autoren, wie setzt sie oder er bestimmte Mittel ein und welche Wirkung wird damit erzeugt?» Wie gelingen Liebesszenen, wie Erotikszenen. Welche Sprache spricht meine Figur in welcher Situation und Konstellation, wie träumt sie? Welche Sprache findet sie für ihre Sehnsucht? Es gibt noch einiges mehr …
Die Vertiefungskurse können einzeln, zu mehreren oder als Paket gebucht werden. Sie sollen inspirieren, Wissenslücken zu schliessen, unkonventionelle Ansätze zugänglich machen, Wissen und Handwerk vertiefen.
Die Vertiefungskurse sind praxisorientiert. In jedem Workshop gibt es Inputsequenzen, danach wird geschrieben. Es gibt kollegialen Austausch, professionelles Feedback, Tipps zum Überarbeiten. Wir arbeiten in einer Kleingruppe von drei bis maximal fünf Teilnehmenden, damit intensives Arbeiten möglich ist.